Bericht Fahrt nach Plodn/Sappada

0Es war ein erlebnisreicher und, wie immer wieder versichert wurde, ein unvergessener Tag. Herr Paolo Kratter, ein echter Plodner, führte uns voller Begeisterung durch seinen Heimatort und erzählte uns von dessen Bewohnern, die einst aus dem Villgratental ausgewandert sind und hier eine neue Heimat gefunden haben. Er zeigte uns die schönen und gepflegten Weiler, die heivilan genannt werden und erklärte uns auch, dass früher zu jedem heivile drei Dinge gehörten: ein meindl (Kapelle), ein trok (Brunnen) und ein kraiz (Kreuz). Wir schauten uns auch das kleine Anwesen Kottlars haus und schtol an, wo bis vor kurzem zwei betagte und inzwischen verstorbene Geschwister wohnten: er, der einfache, bodenständige Bauer und Handwerker, sie, die weltoffene und weit umher gekommene Dienstbotin, die großen Wert auf schöne Kleider und gepflegtes Wohnen legte. Nach dem guten Mittagessen mit plodarischen Köstlichkeiten im Restaurant Mondschein besuchten wir auch noch das Volkskundemuseum „Giuseppe Fontana“ af Zepodn (Cimasappada), wo wir noch mehr über Kultur und Brauchtum dieser deutschen Sprachinsel erfahren haben. Ein großes Dankeschön an Herrn Paolo Kratter, für seine hervorragende und interessante Führung und daß er den ganzen Tag mit uns Plodarisch geredet hat. Und wir haben es gut verstanden!

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